DU: „Pro NRW“ giert nach neuen Schlagzeilen

Posted on 2. Februar 2010 von


Duisburg – „Pro NRW“ giert wieder einmal nach Schlagzeilen. Nachdem den Rechtspopulisten bereits die Ankündigung, den „Lutherturm“ in Köln-Mülheim als Domizil für das geplante „Zentrum gegen Islamisierung“ kaufen zu wollen, einige TV-Auftritte und zahlreiche Presseberichte eingebracht hatte, setzen sie jetzt, was die provokatorische Wirkung ihrer Ankündigungen anbelangt, noch einen drauf: Man habe ein sehr interessantes Angebot aus Duisburg-Marxloh erhalten.

„In direkter Nachbarschaft zur Merkez-Moschee“ könne das Zentrum entstehen. Es handele sich um ein großes Immobilienpaket mit mehreren Mietshäusern, Gewerbeeinheiten und Veranstaltungsräumen in der Warbruckstraße 29 – 33 und am Johannismarkt 8. Der gesamte Komplex umfasse mehrere tausend Quadratmeter an Wohnfläche und für gewerbliche Nutzungen.

Kosten soll das Ganze zehn Millionen Euro – völlig neue Dimensionen für die Rechtspopulisten, die noch vor wenigen Wochen angesichts einer Forderung der Stadt Köln über 33.775 Euro das Ende von „pro Köln“ beschworen hatten. Die erforderlichen 20 Prozent Eigenkapital für das Objekt in Marxloh, also zwei Millionen Euro, könnten von „pro NRW-Sponsor Patrik Brinkmann übernommen“ werden, heißt es nun.

Der Kauf solle „bereits in Kürze vertraglich fixiert“ werden, behauptet „pro NRW“. Wahrscheinlich dürfte aber sein, dass „pro NRW“ nach dem Abebben der neuerlichen Schlagzeilen weitere Adressen möglicher Kaufobjekte aus der Tasche zaubert. (ts)

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