K: „Pro“-Brinkmann denkt über Kauf von Lutherturm nach

Posted on 22. Januar 2010 von


Köln – Zumindest einige Schlagzeilen dürften Markus Beisicht und seiner Rechtspopulistentruppe gewiss sein, selbst wenn der Deal nicht zustande käme: Ihr neuer Sponsor Patrik Brinkmann erwägt nach Angaben von „pro NRW“ den Kauf des Lutherturms im Kölner Stadtteil Mülheim, um dort ein „Zentrum für die Opfer der Islamisierung“ einzurichten.

Angeboten werden der Lutherturm – ein nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg vor 40 Jahren wieder aufgebauter Kirchturm – mit einer Nutzfläche von 450 Quadratmetern sowie ein dazugehörendes Wohnhaus mit einer Nutzfläche von noch einmal 200 Quadratmetern derzeit von einem Kölner Immobilienmakler für 985.000 Euro plus 3,57 Prozent Provision. Beide Objekte stehen auf einem 1500 Quadratmeter großen Grundstück, das, so das Maklerbüro, zusätzliche Bebauungsmöglichkeiten biete.

Brinkmann habe für nächste Woche einen „umfangreichen Besichtigungstermin mit einigen externen Baufachleuten vereinbart, teilte „pro“ mit. Nach einem geeigneten Objekt wird aber offenbar nicht nur in Köln-Mülheim gesucht. Man stehe mit weiteren „namhaften Maklern im ständigen Austausch“, erklärte Beisicht.

Der freut sich offenbar auf ganz neue finanzielle Perspektiven der extrem rechten „Bürgerbewegung“. Nach Brinkmanns Zusagen zum Landtagswahlkampf werde „pro NRW“ nunmehr „im ganzen Land kampagnenfähig sein“. (ts)

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