K: Geschichtsrevisionist kandidiert für NPD

Posted on 28. Juli 2009 von


Köln – Benedikt Frings, Teilnehmer an der Konferenz von Holocaust-Leugnern im Dezember 2006 in Teheran, will am 27. September für die NPD bei der Bundestagswahl im Wahlkreis Köln 1 antreten.

Zwar hat seine Partei diese Kandidatur noch nicht offiziell bekannt gegeben. Auf der Internetseite „abgeordnetenwatch.de“ firmiert er aber bereits als Kandidat. Dort verteidigt Frings, der als Facharzt für Allgemeinmedizin, Psychiatrie und Psychotherapie tätig ist, auch seinen damaligen Auftritt im Iran: „Weder ich noch sonst irgend jemand, den ich in Teheran getroffen habe leugnet irgend etwas. ,Leugnung’ bedeutet nämlich: einen eigentlich als wahr erkannten Sachverhalt für unwahr erklären.“ Wert legt er aber auf die Feststellung, bei der Konferenz nicht selbst referiert zu haben. Seine Begründung: „Die gegenwärtige BRD-Rechtsprechung läßt im Gegensatz zur Deklaration der Menschenrechte und auch zu Artikel 5 der ,Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland’ zu diesem Thema und zu vielen anderen Themen eine offene Diskussion nicht zu.“ Frings, Jahrgang 1957, schrieb im November 2005 in der NPD-Zeitung „Deutsche Stimme“, „die Holocaust-Anti-Religion und die Kriegsschuldthese“ hätten „das deutsche Volk kollektiv neurotisiert und so absichtsvoll wehrlos gemacht“.

Vier Wochen vor der Bundestagswahl steht er bei der Kommunalwahl in der Domstadt ebenfalls auf den Stimmzetteln. Frings bewirbt sich als Listen-Sechster der NPD für den Stadtrat sowie als einziger Vertreter seiner Partei für die Bezirksvertretung Innenstadt. (ts)

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