SU: Problemfall für „pro NRW“

Posted on 8. Juli 2009 von


Siegburg – Der Rhein-Sieg-Kreis scheint sich vor der Kommunalwahl Ende August zum Problemfall für „pro NRW“ zu entwickeln.

Während die extrem rechte Populistentruppe rund um den Leverkusener Rechtsanwalt Markus Beisicht aus anderen Teilen des Rheinlands stetig Erfolgsmeldungen verbreitet, dass die erforderlichen Unterstützungsunterschriften gesammelt und „öffentliche Wahlkundgebungen“ geplant seien, schweigt sie sich zu dem Landkreis ganz im Süden von Nordrhein-Westfalen rund um Bonn aus.

Zum einen hat sie es dort mit einer „etablierten“ Konkurrenz im Rechtsaußenspektrum zu tun: Im Kreistag sind bereits die NPD und die rechte Kleinstpartei „Ab jetzt… Bündnis für Deutschland“ vertreten. Zum anderen hat sie bei der Auswahl ihres Personals keine glückliche Hand bewiesen. Dieter Danielzick (62), ehemals Bundesgeneralsekretär von „Ab jetzt…“, dann Kreisvorsitzender sowie Spitzenkandidat von „pro NRW“ für den Kreistag und den Troisdorfer Stadtrat, hat im Vergleich zu anderen regionalen „pro“-Funktionären wenig Aktivitäten entwickelt. Ihren Kandidaten für das Landratsamt hat „pro NRW“ sogar gleich ganz in der Versenkung verschwinden lassen, nachdem bekannt wurde, dass Peter Malborn (42) bereits bei der Kommunalwahl 2004 im Rhein-Sieg-Kreis „Landrat für alle Deutschen“ werden wollte – seinerzeit unter dem Motto „National aus sozialer Verantwortung!“ für die NPD.  (rr)

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